Südafrika
ist ein wunderbares und ideales Reiseland für
Individualtouristen und Naturliebhaber.
Da wir diese Reise mit Namibia kombinierten, hatten wir für
die westliche Kapregion nur 16 Tage Zeit. So werden wir hoffentlich
noch ein weiteres Mal dieses Land bereisen können.
Um wieder unabhängig und frei in der Planung zu sein, buchten
wir lediglich den Flug mit Air Namibia (sehr durchschnittlich) nach
Kapstadt und die Unterkunft in Kapstadt für die ersten Tage.
Einen Wagen zu mieten ist in Kapstadt kein Problem, ebenso findet man
ausserhalb der Ferienzeiten problemlos Unterkünfte.
Reist man alleine, dann sollte man natürlich einige
Verhaltensregeln beachten und unsichere Gegenden meiden. Infos dazu und
zur aktuellen Sicherheitslage findet man beim Auswärtigen Amt.
Link zum Auswärtigen Amt
Weiterührende Links zum Thema Reisen in
Südafika habe ich in meiner
Linkliste
aufgeführt.
Die Stadt besticht
durch ihre traumhafte Lage am Fuße des Tafelberges, direkt
am Meer und von einem tollen Hinterland umgeben. Die Stadt wird
häufig wegen ihres Flairs mit Sydney verglichen.
Touristenattraktion Nr.1 ist die Victoria & Alfred Waterfront,
die modernisierte Hafengegend mit Geschäften, Restaurants mit
Außenterrassen und dem Yachthafen.
Ebenso lohnt sich ein Besuch der Long Street, mit der viktorianischen
Architektur, und der St. George´s Mall, der
Haupteinkaufsstrasse und Fußgängerzone. Dort findet
man auch den Greenmarket Square, einem bekannten Kunsthandwerkermarkt.
Hat man das Glück den Tafelberg ohne sein Tischtuch, wie die
Einheimischen die Wolkendecke bezeichnen, anzutreffen, dann sollte man
einen Ausflug zum Tafelberg mit seiner einzigartigen Flora unternehmen.
Entweder man wandert oder nimmt die Seilbahn.
Ein weiteres Ziel ist der Signal Hill, von wo aus man die
Sonnenuntergänge beobachten kann.
Etwas ausserhalb liegt der Kirstenbosch National Botanical Garden, der
sehr sehenswert ist, und Strände wie der Bloubergstrand.
An der Waterfront fahren Sightseeing-Busse ab, die an etlichen Punkten
wie dem Botanischen Garten, Hout Bay. Camps Bay usw. halten. Mit einem
Tagesticket kann man so diese Ziele erreichen und mit einem
späteren Bus den nächsten Punkt ansteuern.
Es gibt noch unzählige andere Ausflüge, z.Bsp. nach
Robben Island, der ehemaligen Gefängnisinsel, auf der Nelson
Mandela inhaftiert war, oder der Besuch im Township, den man aber nur
mit einem Guide unternehmen sollte. Auch ein Besuch der World of Birds,
einem Vogelpark in Hout Bay, bietet sich an um die Vögel Südafrikas
kennen zu lernen.
Betty´s Bay
Auf der N2
verläßt man Kapstadt in Richtung Osten. Die
Straße führt zunächst entlang der
sogenannten Flats, den Townships. Aus Sicherheitsgründen
sollte man hier jedoch auf keinen Fall anhalten.
Hinter Sommerset wird die Gegend
dann endlich ländlicher und man erreicht die Abzweigung zur
R44. Diese Straße führt über
Gordon´s Bay und Pringle Bay zu dem kleinen Ferienort
Betty´s Bay
Abgesehen von der
schönen Landschaft lohnt ein Besuch dieses Ortes wegen der
hier lebenden Pinguine. Es handelt sich um eine Brutkolonie des
Brillenpinguins.
Sie lebt am Stony Point, wo man auf hölzernen Stegen die
Kolonie besuchen kann.
Eine weitere Kolonie lebt nahe Kapstadt in Simons Town. In
Betty´s Bay geht es aber wesentlich ruhiger und
beschaulicher zu und wir ziehen diesen Ort vor.
Über Hermanus nach Swellendam
Von
Bettý Bay
aus führte uns die R44, weiter dann auf der R43
über Kleinmond nach Hermanus
Der Ort liegt ca. 100 km von
Kapstadt entfernt an der sogenannten Walroute. Es ist der einzige Ort
der Welt mit einem "Whale Crier", der laut mit seinem Kelphorn ruft,
sobald ein Wal gesichtet wird.Tatsächlich haben wir diese
Tiere, es handelt sich um den Südlichen Glattwal. sehen
können. Allerdings schwammen sie sehr weit von der
Küste entfernt, so dass sich das Fotografieren hier nicht
lohnte. Ausflugstipp: Das
Fernkloof Nature Reserve
mit seiner Fynbos-Vegetation und das De Hoop Nature Reserve mit
Bergzebras, Antilopen und Möglichkeiten zur Walbeobachtung.
Nicht zu vergessen Cape Agulhas, der südlichste Punkt Afrikas.
Allerdings gibt es kaum eine touristische Infrastruktur und keine
direkte Küstenstraße, da die Brandung hier sehr
gefährlich ist. Wir haben keinen Abstecher gemacht,
da die Zeit zu kurz war, aber es soll lsehr ohnenswert sein. Von
Hermanus aus haben wir den
kleinen Ferienort De Kelders besucht. Er liegt
ebenfalls in der Walker Bay an der Whale Coast. Hier findet man keine
Sandstrände, sondern Felsenküste und man hat einen
Ausblick auf den Danger Point, wo sich die meisten Weißen
Haie Südafrikas aufhalten. Der Ort ist wesentlich ruhiger als
Hermanus.
Das kleine, nette Städtchen Swellendam
war unsere nächste Station. Hier findet man
einige B&B-Unterkünfte. Die Einwohner sagen der Ort
sei völlig sicher, da alle sich kennen, so dass man auch bei
Dunkelheit alleine zu Fuß unterwegs sein kann. Von hier aus besuchten
wir den Bontebok Nationalpark,
der nur wenige Kilometer entfernt ist. Er ist der kleinste Nationalpark
Südafrikas und dient dem Schutz des Bontebok, dem Buntbock.
Darüber hinaus trifft man hier auch auf das Berzebra,
Springböcke und andere Antilopenarten. Es gibt einen
befahrbaren Rundweg und zwei kürzere Wanderwege.
Wilderness
Ab Swellendam fährt man
noch eine ganze Weile weiter im Landesinneren, bis die N2
schließlich bei Mossel Bay wieder die Küste
erreicht. Da uns in diesem Ort aber zu viel los war, fuhren wir durch
bis Wilderness. Kurz bevor die
Straße
hinunter in das Städtchen führt, findet man an einer
höher gelegenen Stelle einen Aussichtspunkt. Von dort hat man
einen schönen Blick auf die Bucht, wo sich häufig
Wale aufhalten. Hier hatten wir Glück und sahen gleich mehrere
Tiere in ziemlich kurzer Distanz. Die
kleine Küstenstadt
Wilderness gehört zur Gemeinde George. Sie liegt direkt am Meer und
bereits an der Garden Route. Hier gibt es einen 8 km langen
Sandstrand und Lagunen. Durch den Ort fließt der
Touws River, dessen Flusslandschaft zur Wilderness-Section des
Garden Route-Nationalparks
gehört. Dieser
Nationalpark entstand im Jahr 2009 durch die Zusammenlegung kleinerer
Nationalparks. Die Wilderness Section liegt in
unmittelbarer
Nähe des Ortes Wilderness und war früher eigenständig. Sie
schützt die Seenlandschaften, die Flüsse und die
Strände der Umgebung und ist landschaftlich sehr schön und
abwechslungsreich. Es gibt einen 1 km langen Boardwalk und 2 Birdhides.
Die Gegend ist ideal zum Wandern.
Unseren nächsten Stopp legten wir in Knysna
ein, einem freundlicher Ferienort
an der Küste mit vielen Unterkünften, Restaurants und
Geschäften. Eingebettet zwischen Meer und Küste liegt
er an der Knysna-Lagune. Die
Gegend ist ideal zur Vogelbeobachtung. Sie
gehört nun ebenfalls zum Garden Route-Nationalpark. Mit einer
Fähre kann man zum Featherbed Nature Reserve gelangen.
Tsitsikamma Nationalpark
Der Tsitsikamma Nationalpark erstreckt
sich ca. 80 km
entlang der Küste von der Mündung des Storms River
bis nach Nature´s Valley. Seit 2009 ist dieser Park ebenfalls in den
Garden Rout-Nationalpark integriert. Er schützt den letzten
Küstenregenwald Südafrikas. Die
Küstenlandschaft ist sehr beeindruckend: Felsen, hohe Brandung
und man kann häufig Delfine beobachten.
Es wurden 2 große
Wanderwege eingerichtet, der Ottertrail mit 48 km Länge und
der Tsitsikamma-Trail, 72 km lang.
Der Ort Storms River liegt am
Rand des
Tsitsikamma Nationalparks. Er ist winzig klein und idyllisch,
bietet aber einige wenige Unterkünfte. Wir wohnten
im Protea Hotel Tsitsikamma. Das Haupthaus liegt in einem alten
Gebäude aus dem Jahr 1845. Die Zimmer liegen verstreut in
einem Garten in schönen Holzhütten.
Ein weiterer wunderschöner, kleiner Ort mit einigen
Unterkunftsmöglichkeiten ist Nature´s
Valley. Östlich
davon liegt die Groot River Flusslagune und westlich der urige
Tsitsikamma Wald. Das Restcamp hier ist Monate voraus ausgebucht. In der
Nebensaison ist es aber
völlig ruhig und wir waren ganz alleine dort.
Die
Fortsetzung finden Sie im
Reise-Teil SA 2: weiter