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Reisebericht Südafrika 2011

Allgemeines

Im September 2011 bereisten wir zum zweiten Mal Südafrika. Da uns auf unserer ersten Reise das westliche Kap so faszinierte, starteten wir unsere Rundreise auch dieses Mal dort. Entlang der Garden Route reisten wir zu einigen der schönsten Nationalparks Südafrikas, wie z.Bsp. zum Addo Elephant Park, den St. Lucia Wetlands, Hluhluwe, Mkhuze und natürlich dem Krüger Nationalpark.
Leider gibt es nur noch in den südafrikanischen Sommermonaten Direktflüge nach Kapstadt. So flogen wir mit South African Airways von Frankfurt über Johannesburg zum Westkap.
In Kapstadt findet man zahlreiche Autovermietungen. Wir mieteten ein kleineren Allradwagen (Daihatsu Terrios) bei Europcar und machten damit gute Erfahrungen.
Informationen zu Unterkünften findet man auf zahlreichen Webseiten. Auf der Seite Reiseinfos/Links habe ich einige zusammen gestellt. Sehr nützlich sind aber auch die Unterkunftsbücher des AA (Qualitiy Assured Accomodation Programme) und das Bed and Breakfast Guide Book Portfolio, das man kostenlos in der Touristeninformation in Kapstadt erhält.
Zur Sicherheitslage informiert das Auswärtige Amt. Die Seite Fit for Travel gibt ausführliche medizinische Reisehinweise.
Touristische Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Nationalparks usw. findet man ebenfalls auf vielen Webseiten. Einige davon habe ich auf der Seite Reiseinfos/Links aufgeführt.

Unsere Reisestationen
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Reisestationen Bildzusammenstellung

Kapstadt

Kapstadt wird als eine der schönsten Städte der Welt bezeichnet und ist eines der beliebtesten Reiseziele Südafrikas. Sie ist die drittgrößte Stadt des Landes und wird häufig als Mutterstadt bezeichnet, denn hier begann die Besiedlung des Landes in der Kolonialzeit.
Die Stadt ist Hauptstadt der Provinz Westkap und liegt in der Table Bay am Atlantischen Ozean. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Tafelberg, eine der Touristenattraktionen von Kapstadt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Viktoria & Alfred Waterfront, die Innenstadt mit vielen Museen und historischen Gebäuden, die Long Street und der Green Market Square. Aber auch die Vororte wie Hout Bay mit dem Vogelpark "World of Birds", Clifton und Camps Bay und der Kirstenbosch Botanical Garden gehören zu den Attraktionen Kapstadts.
Diese Ziele kann man mit den Sightseeing-Bussen, die an der Waterfront starten, erreichen. Es gibt zwei Buslinien, die unterschiedliche Ziele in der Innenstadt, aber auch außerhalb anfahren und mit einem Tagesticket kann man unterwegs immer wieder zusteigen und das nächste Ziel ansteuern.
Eine weitere Attraktion in der Umgebung Kapstadts ist natürlich der Besuch des Kap der guten Hoffnung. Dazu finden Sie Informationen und Fotos im Reisebericht Südafrika 2007.
Dieses Mal wohnten wir im Hotel Southern Sun The Cullinan, nahe der Waterfront.
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Auf der N2 über Swellendam nach Wilderness

Da wir unseren Mietwagen erst mittags erhielten, legten wir unseren ersten Übernachtungsstopp in Swellendam ein. Man erreicht die Stadt nach ca. 230 km über die gut ausgebaute N2. Swellendam liegt in der Region Overberg und ist die drittälteste Stadt Südafrikas. Es sind noch etliche kapholländische Gebäude erhalten. Mit rund 6000 Einwohnern hat sich das nette Städtchen seine Beschaulichkeit bewahrt. Die zahlreichen Gästehäuser liegen häufig an der Hauptstraße, der Voortrek Straat, wo sich auch die Touristeninformation befindet. Wir wohnten hier in der Country Lodge. Sie liegt ziemlich am Ortsausgang in einem schönen Garten, etwas zurück von der Straße.
Swellendam ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch des nahe gelegenen Bontebok Nationalparks (siehe Reise 2007).
Die Weiterfahrt von Swellendam nach Wilderness, ebenfalls auf der N2, ist zunächst wenig spektakulär. Häufig ist die Straße vierspurig ausgebaut. Erst kurz vor Wilderness, am Beginn der Garden Route, wird die Landschaft und die Vegetation wieder ursprünglicher und man erreicht die Küste.
Wilderness ist ein beliebter Ferienort mit zahlreichen Unterkunftsmöglichkeiten. Der Ort liegt an der Mündung des Touws River in der Wilderness-Section des Garden Route Nationalparks. Dieser vereint heute die 3 Gebiete von Wilderness, der Knysna Lagune und des Tsitsikamma Nationalparks zu einem großen Park. Die Wilderness-Section umfasst u.a. den Mündungsbereich des Touws River, die Wilderness und die Swartvlei Lagoon, sowie einige als Vlei bezeichnete Seen (Africaans für Sumpf). Der Salzgehalt dieser Seen ist unterschiedlich hoch und sie gehören zu den artenreichsten Wasservogel-Gebieten Südafrikas. Im Gebiet gibt es Wanderwege und Campingplätze.
Wir wohnten in dem wunderschönen Gästehaus Wilderness Manor, das wir durch Zufall entdeckten und unbedingt empfehlen können. Es liegt in der Waterside Road direkt an der Wilderness Lagune. Das Gästehaus hat sehr gemütliche Zimmer und elegante Aufenthaltsräume und die Besitzer bieten einen besonders persönlichen und aufmerksamen Service
(siehe auch Seite Unterkünfte).

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Weiter zum Addo Elephant Nationalpark

Die Garden Route führt weiter über die Orte Sedgefield, Knysna mit der Knysna Lagune, dem Ort Plettenberg Bay zum Tsitsikamma Nationalpark (siehe Reise 2007 bis Knysna und bis Storms River). Da wir diese Gebiete bereits auf unserer Reise 2007 besucht hatten, legten wir unterwegs zwar etliche Stopps ein, fuhren aber schließlich durch bis Jeffrey´s Bay, kurz vor der Stadt Port Elizabeth.
Der kleine Ort wird auch als Surfer´s Paradise bezeichnet. Neben zahlreichen Wochenendhäusern findet man auch einige private Gästehäuser. Wir entschieden uns für das Bed und Breakfast On the Bay. Neben kleineren Zimmern bietet es auch etwas größere und gemütliche Familienzimmer mit gutem Frühstück.
Am nächsten Morgen befolgten wir den Rat der netten Gastgeberin Carla und fuhren direkt über die R334 und die R335 zum Addo Nationalpark. Die ca. 150 km lange Fahrt ist über weite Strecken landschaftlich schön und schon vor dem kleinen Ort Addo findet man die ersten Unterkünfte. Wir versuchten unser Glück aber direkt im Nationalpark und bekamen Anfang September problemlos ein Selbstversorger-Chalet in dem schönen Addo Main Camp, wo wir zwei Tage verbrachten (zu dieser Zeit waren noch zahlreiche Chalets verfügbar, was Anfang Oktober während einer Ferienwoche nicht mehr der Fall war). Im Restcamp gibt es auch ein Restaurant, eine Tankstelle und einen Shop, in dem man neben Andenken auch etliche Lebensmittel erhält.
Beim Einchecken erhält man eine gute Karte. Sie zeigt die zahlreichen Fahrwege und Rundwege, die teilweise auch geteert sind. So ist es tagsüber problemlos möglich den Park mit dem eigenen Wagen zu erkunden. Man kann im Park aber auch geführte Touren, sowie Nachtfahrten buchen.
Der Eintritt beträgt 130 Rand für Erwachsene.
Der Addo Elephant Park wurde bereits 1935 gegründet um die bis dahin verfolgten Elefanten zu schützen. Er erfreut sich immer größerer Beliebtheit, denn seit 2003, nach der Ansiedlung einiger Löwen, findet man nun auch wieder die "Big Five". Weitere Tiere, die man neben den zahlreichen, großen Elefantenherden häufig sehen kann, sind Zebras, Kudus, Warzenschweine, Erdmännchen, Meerkatzen und Schabrackenschakale. Auch die Vogelwelt ist mit rund 250 Arten zahlreich vertreten.
Wir befuhren etliche Wege und Loops. Besonders ergiebig war der Gorah Loop, denn hier wechseln sich Buschvegetation und Wiesen ab. Und auf den freien Flächen ist es natürlich viel einfacher die Tierwelt zu entdecken. Diese Strecke ist auch landschaftlich schön, denn die Gegend ist hügelig und auf den saftigen Wiesen blühten zahlreiche Wildblumen. Auch der Weg in Richtung Harpor Dam war zunächst sehr lohnenswert. Er führt an der Cwarrie Pan, einem Wasserloch vorbei. Hier hielten sich gleich mehrere Elefantenfamilien auf und wir konnten die Tiere beim Trinken und Baden beobachten. Danach wird die Vegetation dann allerdings ziemlich buschig und es wird schwieriger Tiere zu erspähen.

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Infos zum Addo Elephant Park

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Zum Royal Natal Nationalpark in den Drakensbergen

Als nächstes Ziel wollten wir die Drakensberge ansteuern. Da jedoch in Reiseführern aus Sicherheitsgründen davor gewarnt wird die N2 zwischen East London und Kokstad zu befahren, entschieden wir uns für die nördlichen Drakensberge und den Royal Natal Nationalpark. So fuhren wir zunächst von Addo auf der R 342 in Richtung Patterson und weiter auf der N10 in Richtung Cradock. Landschaftlich ist diese Strecke noch sehr schön. Die Straße steigt stellenweise steil an, ist oft kurvenreich und man erreicht immer wieder Höhen von ca. 1200 Metern. Hier wachsen noch zahlreiche Aloe-Gewächse, die zu dieser Jahreszeit wunderschön rot blühen.
Ab dem Städtchen Cradock nahmen wir die R 61 in Richtung Osten nach Queenstown. Die Straße ist sehr gut ausgebaut und wenig befahren. Unterwegs sahen wir häufig Meerkatzen am Straßenrand.
Queenstown bietet sich als Übernachtungsmöglichkeit an, denn hier gibt es etliche Unterkünfte.
Über die N6 gelangt man in Richtung Bloemfontein. Bis zu dem Ort Aliwal North, ebenfalls mit Übernachtungsmöglichkeiten, ist die Landschaft noch relativ abwechslungsreich. Es wird immer bergiger und über weite Strecken befindet man sich auf einer Höhe von knapp 1700 Metern. Dann wird die Fahrt allerdings langweilig, denn schließlich fährt man auf einer kargen und vertrockneten Hochebene. Nur ab und zu lassen sich einige scheue Erdmännchen am Straßenrand blicken.
In Bloemfontein suchten wir nach einer Übernachtungsmöglichkeit und gerieten dabei in die nicht sehr freundlich wirkende und etwas heruntergekommene Innenstadt. Schließlich fanden wir in einer freundlicheren Gegend am Stadtrand nahe der N8 einige nette Unterkünfte und übernachteten in der Country Lodge.
Die Weiterfahrt von Bloemfontein verläuft zunächst noch ziemlich eintönig. Ab Bethlehem wir die Strecke dann endlich wieder interessanter.
Die Landschaft der nördlichen Drakensberge in der Provinz KwaZulu-Natal ist sehr beeindruckend.
Der Royal Natal Nationalpark wurde 1916 gegründet und bietet spektakuläre Bergpanoramen, Wasserfälle und Wildbäche. Bemerkenswert ist das so genannte Amphitheater, eine fünf Kilometer lange Felswand. Der Mont-aux-Sources ist mit 3282m der höchste Gipfel. Im Park gibt es etliche, unterschiedlich schwierige Wanderwege. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten in Camps und auf Campingplätzen.
Aber auch außerhalb findet man in der Nähe des Nationalparks sehr viele Unterkünfte. Wir entschieden uns für das Mont-aux-Source Resort, da es sehr nahe am Park liegt. Mit dem Auto erreicht man den Park in wenigen Minuten. Von dem großen Hotelgelände hat man eine herrliche Aussicht auf das Amphitheater und die Zimmer sind geräumig.
Die Weiterfahrt von Bergville über Ermelo bis Middelburg verläuft dann wieder ziemlich eintönig. Hinzu kommen unendlich lange Wartezeiten durch viele Baustellen. So übernachteten wir in Middelburg in dem Sindisa Guesthouse. Wir beziehen ein geräumiges Familienzimmer, das separat in einem schönen Garten liegt. Auch das gemeinsame Frühstück mit den netten Gastgebern Glenda und John war sehr reichhaltig und Glenda bereitete uns ihre Spezialität, köstliche Omeletts, zu.

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Infos zum Park

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Krüger Nationalpark

Er erstreckt sich vom Crocodile River im Süden bis zum Limpopo im Norden und ist 350 km lang und ca. 55 km breit. Der Park erhielt seinen Namen nach Paul Kruger, dem Präsidenten der Republik Transvaal. Er gründete 1898 das erste Schutzgebiet. Inzwischen ist ein grenzüberschreitender Transfrontierpark geplant, der auch Schutzgebiete in Mozambique und Simbabwe einbezieht und die ersten Schritte dazu wurden unternommen.
Der Nationalpark beheimatet 147 Säugetierarten, 114 Reptilienarten und 507 Vogelarten, so wie 34 Amphibien- und 49 Fischarten.
Dem Besucher steht ein ausgedehntes Straßennetz zur Verfügung, wovon etliche Straßen asphaltiert sind. Übernachten kann man in diversen Restcamps, die unterschiedlich ausgestattet sind. Meist ist jedoch eine frühzeitige Reservierung erforderlich. Hier findet man auch Tankstellen, Restaurants und Shops. In diesen erhält man gutes Kartenmaterial.
Empfehlen kann ich das "Kruger Nationalpark Handbuch", das es in verschiedenen Sprachen gibt. Es enthält Informationen über das Straßennetz, die Restcamps, gibt Tipps für Tagessafaris und einen Überblick über einige Tierarten.
Wir steuerten die südliche Grenze des Krüger Nationalparks an. Dieses Gebiet erfreut sich immer größerer Beliebtheit und so waren im Süden des Nationalparks alle Unterkünfte in den Restcamps ausgebucht. Nur weit im Norden gab es noch in einigen Camps verfügbare Zimmer. Wir entschieden uns daher für zwei verschiedene Unterkünfte außerhalb des Parks, aber nahe der beiden südlichen Gates Crocodile Bridge und Malelane.
Zunächst wohnten wir in der schönen Maqueda Lodge im Naturreservat Marloth Park. Bei diesem Reservat handelt es sich um ehemaliges Farmgebiet. Es liegt direkt am Crocodile River, der die südliche Grenze des Krüger Nationalparks bildet. Entlang des Flusses gibt es mehrere Aussichtspunkte, von denen man einen guten Blick auf den Fluß und das Tierleben dort hat. Die Lodge bietet gemütliche Zimmer und einen sehr gemütlichen Bar- und Loungebereich. Das beste Abendessen unserer kompletten Südafrika-Reise genossen wir hier. Wir fühlten uns mit dem sehr aufmerksamen Service sehr wohl und wären, hätte es die Zeit erlaubt, gerne länger geblieben (siehe auch Seite Unterkünfte).
Zum Crocodile Bridge Gate des Krüger Nationalpark, nahe der Grenze zu Mozambique, sind es gut 14 km. Von hier aus befuhren wir zunächst die asphaltierte Straße H4-2, die zum Lower Sabie Restcamp führt. Auf dieser Strecke sahen wir zahlreiche Tiere wie Giraffen, Elefanten, Kudus, Zebras, Impalas und Gnus. Nahe Lower Sabie gibt es den Sunset Dam. Hier liegen Hippos und Krokodile und zahlreiche Wasservögel halten sich hier auf. Ebenfalls lohnenswert war die Fahrt auf der S-28, einer ungeteerten Straße, die in gutem Zustand ist. Hier entdeckten wir Nashörner und einen Leoparden.
Unsere zweite Unterkunft an der südlichen Grenze des Nationalparks war die Pestana Kruger Lodge. Sie liegt direkt vor dem Malelane Gate am Crocodile River und ist damit idealer Ausgangspunkt um den Krüger Park schnell zu erreichen. Die gut ausgestatteten und geräumigen Zimmer verteilen sich auf viele Bungalows auf dem weiträumigen Lodgegelände. Von der Veranda des Hotels blickt man direkt auf den Crocodile River. Bereits auf der Brücke, die zum Gate führt, sieht man häufig zahlreiche Tiere wie Krokodile, Wasserböcke und zahlreiche Wasservögel (siehe auch Seite Unterkünfte).
Vom Malelane Tor führt ein Rundweg vorbei am Berg-en-Dal Restcamp. In dieser Gegend, die viel bergiger ist als die Umgebung von Crocodile Bridge, sahen wir unzählige Büffel, etliche Elefanten und eine Leopardin mit einem Jungtier. Ebenfalls lohnenswert war die Hauptstraße H3, die zum Skukuza Restcamp führt. Neben Nashörnern, Büffeln und Elefanten war hier die Vogelwelt auch sehr zahlreich vertreten. An der Kreuzung der H3 mit der H1-1, die zum Restcamp Pretoriuskop führt, sahen wir auf den Felsen die Klippspringer-Antilopen.
Auf allen Strecken gibt es Abzweigungen von Nebenstrecken, auf den man kleinere, ebenfalls lohnenswerte Loops befahren kann.

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Mkhuze und Hluhluwe/iMfolozi Game Reserve

Wir verließen das Gebiet des Krüger Nationalparks über die N4 und anschließend über die R38 bis nach Badplass. Diese Strecke führt durch eine schöne, grüne Hügellandschaft mit vielen Obstplantagen und man gelangt sehr schnell wieder in die Highveld-Region. Dann aber wird die Fahrt sehr eintönig, denn einsame Straßen führen auf einer Höhe von 1500 Metern durch endlose Nadelholzplantagen. Schilder mit der Aufschrift "Crime Alert" weisen ständig darauf hin hier keine Stopps einzulegen.
So gelangten wir schließlich nach ca. 400 km in den freundlich wirkenden Ort Piet Retief und entschieden hier zu übernachten. Wir fanden direkt an der Hauptstraße am Ortseingang die schöne Welgekozen Country Lodge. Es handelt sich um ein historisches, kapholländisches Anwesen mit schönen und geräumigen Zimmern. Auch das Frühstück lässt keine Wünsche offen.
Am nächsten Morgen fuhren wir dann auf der N2 in Richtung Pongola. Da wir jedoch auf der Strecke wieder mal mit vielen Baustellen und Wartezeiten zu kämpfen hatten, legten wir hier keinen größeren Stopp ein, sondern fuhren direkt zum Mkhuze Game Reserve. Es gehört zum Isimangaliso Wetland Park, der Mkhuze, das Hluhluwe/iMfolozi, die St. Lucia Wetlands und einige kleinere Parks zusammenfasst. Der Zugang zum Gate erfolgt über den Ort Mkhuze. Die letzten Kilometer der Schotterpiste sind hart, aber auch mit einem normalen PKW befahrbar. Im Norden des Parks gibt es ein Restcamp. Die hügelige Landschaft besteht aus Wäldern, Buschland und Schirmakaziensavannen. An der Nsumo Pan gibt es eine Beobachtungsplattform. Leider war sie während unseres Besuches geschlossen. Im Park leben Nashörner, Büffel, Elefanten, Giraffen, Flusspferde, Zebras, und verschiedene Antilopen, darunter die Nyala-Antilope. Allerdings sind die Tiere durch die dichte Vegetation nicht einfach zu erspähen.
Wir wohnten außerhalb des Parks, hinter dem Örtchen Mkhuze, im Ghost Mountain Inn. Das Hotel verfügt über 50 gemütliche Zimmer, die alle eine kleine Veranda haben. Allerdings wird es auch von größeren Reisegruppen angefahren und so kann es im Restaurant schon mal sehr voll werden. Dennoch hielten wir es für einen guten Ausgangspunkt für den Besuch des Mkhuze Reservates.
Von Mkhuze bis zum Ort Hluhluwe sind es nur knapp 60 km Entfernung. Hier gibt es etliche Unterkünfte. Doch da wir schnell zum Park wollten, suchten wir hier nicht lange und checkten im Protea Hotel direkt am Ortseingang ein.
Das Memorial Gate des Reservates Hluhluwe erreicht man von dort nach 15 km über eine gute Asphaltstraße. Dieser Teil des Parks ist sehr hügelig, landschaftlich auch schön, aber über weite Strecken ist die Vegetation sehr dicht, so dass es schwierig ist Tiere zu entdecken. Allerdings halten sich in dem Gebiet unmittelbar hinter dem Gate häufig 3 Nashörner auf. Auch bei uns ließen sie sich blicken.
Wir befuhren zunächst die asphaltierte Hauptstrecke, die auch zu dem Hilltop Restcamp führt. Anschließend überquert sie den Hluhluwe-Fluss, der aber fast vollständig ausgetrocknet war. Hier entdeckten wir einen einsamen Waran.
Die meisten Tiere sahen wir auf dem Magangeni Loop. Hier ist die Landschaft relativ offen und es gibt freie Grasflächen. Auch hier sahen wir wieder Nashörner, Giraffen und Büffel.
Vom Ort Hluhluwe aus besuchten wir auch die False Bay und die Sodwana Bay, die ebenfalls beide zum großen Wetland-Park gehören. Insgesamt waren diese Gebiete für uns allerdings sehr enttäuschend. Wir sahen kaum Vögel, die eigentlich hier so zahlreich vorkommen sollen. Dies mag an den vorangegangenen, außergewöhnlichen Witterungsbedingungen gelegen haben. So wäre es sicherlich interessanter gewesen erneut in das Hluhluwe/iMfolozi Reservat und dort in das iMfolozi-Gebiet zu fahren, denn dieses Gebiet soll landschaftlich offener sein als die nördliche Region.
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Infos zu Mkhuze

Infos zu Hluhluwe/iMfolozi

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St. Lucia Wetlands

Der Ort St. Lucia ist das touristische Zentrum des iSimangaliso Wetland Parks. Er liegt an der Mündung des Lake St. Lucia auf einer schmalen Landzunge. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Salzwasserlagune. Von St. Lucia kann man auf ihr Bootsausflüge unternehmen und Krokodile und Flusspferde aus nächster Nähe beobachten. Ein nahe gelegener Boardwalk am Ende des Ortes führt zu den Stränden am Indischen Ozean.
Nördlich von St. Lucia erreicht man sehr schnell über das Bhangazi Gate die Straße, die entlang hoher, bewachsener Sanddünen durch das Naturreservat führt. Kleinere Loops und Abzweigungen führen zu einem Hippo-Pool und zu den Mission Rocks an der Küste. Nach 36 km erreicht man das Ende der Straße am Cape Vidal. Kurz vorher zweigt der lohnenswerte Grassland Loop ab. Er führt entlang des landschaftlich schönen Mfabeni Sumpfes und hier sahen wir etliche Tiere. Insgesamt waren wir nur von der Vogelwelt enttäuscht. Uns wurde auch bestätigt, dass in dem ganzen Gebiet sonst weit mehr Vögel vorkommen. Auch dies mag mit der außergewöhnlichen Witterung zu tun haben.
Der Ort St. Lucia ist sehr touristisch und es gibt unzählige Unterkünfte. Viele liegen entlang der Hauptstraße. Wir entschieden uns für die Lodge Afrique an der ruhigen Mckenzie St. Die acht hübsch eingerichteten Zimmer liegen alle in einzelnen, kleinen Bungalows. Sie befinden sich in einem Garten und haben eine kleine Veranda. Robin, unsere Gastgeberin leitet diese Lodge überaus freundlich und persönlich und wir können diese Unterkunft mit gutem Gewissen empfehlen (siehe auch Seite Unterkünfte).

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Infos zum Park

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Zurück über Wilderness nach Montagu

Allmählich wurde es Zeit den Rückweg zum Westkap anzutreten. Nachdem wir uns mit einigen Einheimischen unterhalten haben, entschieden wir die N2 durch das Gebiet der ehemaligen Transkei zu nehmen. Noch immer warnen Reiseführer vor dieser Strecke. Gründe sollen die Sicherheit, aber auch der Zustand der Straße sein. Was die Sicherheit betrifft, so rieten man uns längere Stopps lediglich an größeren Tankstellen zu machen. Die Straße selbst ist inzwischen allerdings hervorragend ausgebaut und tiefe Schlaglöcher, wie immer noch beschrieben, fanden wir nur auf einem ganz kurzen Stück. Auch wird darauf hingewiesen, dass man nur langsam fahren kann, da es keine Zäune gibt und sich häufig Nutztiere auf der Straße befinden. Aber auch hier sahen wir keinen Unterschied zu vielen Strecken im Osten Südafrikas. Lediglich innerhalb der Ortschaften kamen wir nur sehr schleppend und langsam voran, was aber daran lag, dass wir an einem Freitag unterwegs waren. Dann finden in den Städten größere Märkte statt, zu denen die Menschen aus der Umgebung kommen. So ging es hier völlig chaotisch zu und wir konnte nur Schritttempo fahren.
Um die Strecke bei Tageslicht zu bewältigen, fuhren wir von St. Lucia zunächst nach Port Shepstone, südlich von Durban. Hier und in den Nachbarorten findet man einige Unterkünfte. Wir übernachteten im Kapenta Bay, einem Ferienresort. So konnten wir am nächsten Morgen die "gefährliche" Strecke in Richtung East London antreten und wir erreichten gemütlich bei Tageslicht das Örtchen Chintsa und die Cintsa Lodge. Von ihr hatte uns Carla, die Besitzerin des B&B in Jeffreys Bay bereits erzählt. Wie sich nun herausstellte, gehört diese Unterkunft einem deutschen Ehepaar. Die Zimmer sind modern und sehr geschmackvoll eingerichtet und die Lodge liegt auf einem Hügel, so dass man einen tollen Ausblick auf die Cintsa Lagune genießen kann. Die Bewirtung im Gästehaus war sehr aufmerksam und freundlich und wir hätten uns einen längeren Aufenthalt hier gut vorstellen können
(siehe auch Seite Unterkünfte).
Wir wollten aber gerne nochmals über den Addo Elephant Park zur Garden Route reisen und so zogen wir weiter. Dieses Mal war im Restcamp allerdings keine Unterkunft mehr verfügbar, da hier inzwischen die Ferienzeit angebrochen war. Auch das nahe gelegene Elephant House war ausgebucht. Hier bot man uns aber ein Zimmer auf der Farm der Besitzer an und da es inzwischen schon dunkel wurde, übernachteten wir in dieser urigen Unterkunft. Das Zimmer war groß, die Ausstattung gut und wir wurden mit einem Glas Wein empfangen. Lediglich das Frühstück, das wir in der Lodge zu uns nahmen, war ziemlich karg und mit Abstand das schlechteste unserer Reise. Die Lodge hat wohl schon bessere Tage gesehen.
Dann kam es, wie es kommen musste, es regnete am nächsten Tag in Strömen und im Park zeigte sich fast kein Tier. Dies war der einzige Regentag unserer gesamten Reise.
Als nächstes Ziel steuerten wir nochmals das tolle Wilderness Manor Guesthouse an, wo wir freudig begrüßt wurden. Wir genossen den Aufenthalt hier wieder sehr
(siehe auch Seite Unterkünfte). Unterwegs hatten wir lediglich in Natures Valley im Tsitsikamma Nationalpark einen längeren Stopp eingelegt.
Auf unserer ersten Südafrikareise waren wir bereits ein kurzes Stück auf der R62 nach Montagu gereist. Da uns die Landschaft außerordentlich gut gefallen hatte, beschlossen wir dieses Mal die gesamte Strecke von Wilderness nach Montagu zu fahren. Bereits hinter der Stadt George beginnt eine wunderbare Strecke bis zum Ort Oudtshoorn. Die Straße windet sich spektakulär über einen Pass und entlang tiefer Schluchten. Dann beginnt die R62 und führt nach Montagu. Diese Strecke war landschaftlich ein richtiges Highlight und wir waren wieder fasziniert von den rötlichen Berglandschaften und der blühenden Vegetation hier.
Montagu ist eine nette, europäisch anmutende und gemütliche Kleinstadt, in der alles sehr ordentlich und adrett wirkt. Es gibt zahlreiche Gästehäuser, gemütliche Restaurants und Cafés und nette, kleine Shops. Hier wohnten wir im Malherbe Guesthouse, das am Ortsausgang an der Hauptstraße liegt. Es gehört netten, holländischen Besitzern und die schönen Zimmer liegen in einem kleinen Garten.


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Über Hermanus zurück nach Kapstadt

Da uns noch ein wenig Zeit blieb bis zu unserer Rückkehr nach Kapstadt, besschlossen wir über Hermanus entlang der Küste zu reisen. Im Wilderness Manor B&B hatte uns John David von einem schicken Guesthouse in Hermanus berichtet und für uns dort eine Reservierung gemacht. So fuhren wir von Montagu durch die Overberg-Region zur Küste. Dieses Gebiet ist landwirtschaftlich genutzt und wir sahen in den blühenden Wiesen viele Paradieskraniche. Die kleinen Orte wirken alle sehr adrett und gepflegt.
Die Stadt Hermanus ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat eine große touristische Infrastruktur. Es gibt unzählige Unterkünfte und Restaurants. In der richtigen Jahreszeit kann man hier häufig von einem Wanderweg entlang der Küste die südlichen Glattwale in der Walker Bay sehen.
Das nahe gelegene Fernkloof Nature Reserve lädt mit seiner Fynbos-Vegetation ebenfalls zum Wandern ein und bietet gute Vogel-Beobachtungsmöglichkeiten.
Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich das unglaublich tolle Selkirk House, abseits des Touristenrummels auf einem Hügel gelegen. Das ganze Haus und die Zimmer sind überaus geschmackvoll und luxuriös eingerichtet. Es gibt eine Gästebibliothek und auf jeder Etage befindet sich eine große Lounge. Die warmherzige Gastgeberin Ina macht dieses Gästehaus zusätzlich zu etwas ganz Besonderem (siehe auch Seite Unterkünfte).
Die schöne Strecke nach Kapstadt, entlang der Küste führt über Kleinmond und Bettys Bay und ist ebenfalls empfehlenswert. In Bettys Bay besuchten wir nochmals die Pinguin-Kolonie am Stony Point. Auch wenn dieses Mal deutlich mehr Besucher hier waren als bei unserem Besuch vier Jahre zuvor, so geht es hier noch immer viel beschaulicher zu als in Simons Town.
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Nun war auch dieser Urlaub wieder zu Ende. Aber es gibt noch immer so viele sehenswerte Orte in Südafrika, so dass eine erneute Reise in dieses tolle Land hoffentlich nochmal möglich sein wird.

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