
Reisen
Argentinien ist der zweitgrößte Staat Südamerikas.
Seine Nord - Südausdehnung beträgt rund 3700 km, von Ost nach West beträgt die Entfernung an der breitesten Stelle ca. 1400 km. Im Norden Argentiniens liegt eine Trockensavanne, der Gran Chaco. Im Norden, an der Grenze zu Brasilien liegen die berühmten Iguacu-Wasserfälle. Der Westen des Landes wird von den Anden eingenommen. Die beiden großen Flüsse Rio Parana und Rio Uruguay, zwischen denen feuchtes Sumpfland liegt, vereinen sich zum Rio de la Plata. Dessen riesiger Mündungstrichter befindet sich bei Buenos Aires. Westlich und südlich dieser Stadt liegen die Pampas, eine flache Graslandschaft, die landwirtschaftlich genutzt wird. Im Süden des Landes liegt das sehr dünn besiedelte Patagonien. Bedingt durch die große Ausdehnung findet man fast alle Klimazonen in Argentinien, vom subtropischen Klima im Norden bis zu den kalten Zonen Patagoniens und der Anden.
Wie immer zogen wir es vor auf unserer Reise flexibel und unabhängig zu sein. Den Wagen mieteten wir in Buenos Aires bei Europcar, die Unterkünfte suchten wir erst am Abend nach der Ankunft, was völlig problemlos war. Lediglich die Unterkunft in Buenos Aires hatten wir für die ersten Nächte bereits in Deutschland gebucht.
Diese Reise unternahmen wir noch mit einer sehr einfachen digitalen Fotoausrüstung, da wir noch immer nicht auf unsere so geschätzte, analoge Leica-Ausrüstung verzichten wollten. Da aber die Dias noch auf einen Scan warten, präsentiere ich vorerst nur die digitalen Aufnahmen.
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Die Hauptstadt des Landes ist zugleich politisches und kulturelles Zentrum des Landes. Sie ist umgeben von der Metropolregion Gran Buenos Aires, wo insgesamt mehr als 13 Millionen Menschen leben. Das sind gut 30 Prozent der Gesamtbevölkerung. Buenos Aires liegt am Rio de La Plata, der hier an seiner Mündung mehr als 40 km breit ist.
Die Stadt ist, typisch für amerikanische Städte, im Schachbrettmuster angelegt. Bekannt ist die Avenida 9 de Julio, der angeblich breitesten Straße der Welt. Hier steht der weiße Obelisk, ein Wahrzeichen der Stadt. Ein wichtiger, zentraler Platz ist die Plaza de Mayo. Hier steht die Casa Rosada, das Regierungsgebäude. Seitlich des Platzes liegt das riesige, imposante Gebäude der Banco de la Nacion, daneben die Kathedrale und gegenüber Cabildo, ein kleines Museum.
Viele Geschäfte findet man in der lebhaften Calle Florida. Sie führt zur Plaza Libertador General San Martin, einem kleinen Park in der quirligen Stadt. Hier findet man in der Nähe auch die Touristeninformation.
Buenos Aires hat einige sehenswerte Viertel, wie z. Bsp. das wohlhabende Recoleta. Hier liegt der Friedhof, auf dem Eva Péron begraben ist. In Palermo, einem weiteren Barrio (Stadtviertel), findet man den Botanischen Garten und den Zoo. In dem Viertel San Telmo findet man viele Antiquitätenläden und Straßencafes. Berühmt ist La Boca. Ursprünglich war dieses Viertel ein kleines Fischerdorf. Touristisches Zentrum La Bocas ist der Caminito, eine kleine Straße, in der viele bunte Wellblechhäuser stehen. Hier gibt es Restaurants, Straßencafes und viele Verkaufsstände verschiedener Maler. In den Gassen wird Tango getanzt.
In Buenos Aires wohnten wir im Sheraton Libertador, zentral gelegen, nahe der Calle Florida.

Die RA 9 führt in nordwestlicher Richtung aus Buenos Aires heraus. Die Landschaft ist flach, viel Gras- und Weideland, nicht sehr interessant. Da wir erst gegen Mittag in Buenos Aires starteten, steuerten wir als erste Station Rosario an. Es handelt sich um die drittgrößte Stadt Argentiniens, ca. 300 km von Buenos Aires entfernt am westlichen Ufer des Paraná. Nach einer Übernachtung in Rosario fuhren wir am nächsten Tag weiter auf der RA 9 in Richtung Cordoba. Sehr bald endet die Autobahn und wird zu einer schnurgeraden Landstraße. Allerdings ist sie sehr stark von Lastwagen befahren und man kommt schlecht voran. Die Landschaft ist mit kurzen Ausnahmen ziemlich langweilig. Trockene Grassteppe soweit das Auge reicht. Erst ca.70 km vor Cordoba fährt man wieder auf einer Autobahn.
Cordoba ist die zweitgrößte Stadt Argentiniens in der gleichnamigen Provinz. Die Metropole ist Universitätsstadt und wichtigstes Geschäftszentrum im Landesinneren. Wir übernachteten in Cordoba, da die Strecke sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte. Die Stadt besitzt eine Vielzahl Hotels und Restaurants. Wir haben im Holiday Inn übernachtet, außerhalb des Stadtzentrums und damit auch des Trubels. Auch am nächsten Tag ging unsere Tour weiter über die RA 9 in Richtung Santiago del Estero. Ungefähr 50 km hinter Cordoba wird es nun endlich ruhiger. Es gibt nur noch kleinere Orte und auch der Verkehr nimmt völlig ab. Dann ändert sich auch die Landschaft. Es wird hügeliger, mehr und mehr tauchen grüne Sträucher auf und man findet auch Kakteenwälder. Eine Wohltat für das Auge.
In Santiago del Estero wohnen wir im Stadtzentrum im Hotel "Carlos V". Ziemlich ausgehungert freuten wir uns auf ein schönes Abendessen. Hier mussten wir jedoch lernen, dass die Restaurants frühestens um 21 Uhr öffnen und die meisten Argentinier erst gegen 22 Uhr zum Essen ausgehen.
Die nächste Etappe bis San Miguel del Tucumán war kurz, ca. 160 km weit, und wir genossen die ruhige Fahrt und ließen uns viel Zeit unterwegs.
In San Miguel del Tucumán wohnten wir im Catalinas Park Hotel, an einem kleinen Park gelegen, mit großen Zimmern und sehr nettem Service. Die Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, der kleinsten Argentiniens. Von Tucuman unternahmen wir einen Ausflug in die Berge, die Yungas, in der Nähe des Ortes Yerba Buena. Hier findet man subtropischen Bergwald mit vielen Bromelien




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